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Allgemein

Überblick Teil 1: Vegane Ernährung

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Was ist eine vegane Lebenweise?
Bei einer veganen Lebensweise meidet man Nahrungsmittel tierischen Ursprungs (Fleisch, Fisch, Milch, Butter, Ei, Eiweißpulver, Gelatine etc.) oder auch die Nutzung von tierischen Produkten (Kosmetik aus Tierversuchen, Leder, Pelz etc.).

Wo kommt es her?
Der Veganismus entwickelte sich aus dem Vegetarismus und trägt mit seiner Intention dazu bei, dass jedes fühlende Lebewesen auf der Welt kein Leid ertragen soll.
Der ’natürliche‘ Umgang mit Tierschlachtung und Tierausbeutung in unserer heutigen Zeit ist selbesverständlich geworden und schadet auch dem Klima (Bsp.: für die Herstellung eines Stück Rindfleisches werden 10.000 Liter Wasser benötigt). Zudem haben Studien bereits erwiesen, dass die sogenannten Volkskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfallrisiko, Fettleibigkeit etc. zu 70% aus dem Konsum durch tierische Fette stammen, welche für den menschlichen Körper in Massen ungesund sind.

Was sind die Motive?

Tierethik, Tierschutz, Tierrrechte, Umweltschutz, Gesundheit, Karnismus, Welternährung, religiöse Ansichten, Massenproduktion, Massentierhaltung, Klimaerwärmung, Wasserverbrauch bei Fleischherstellung , Konsumbewusstsein, Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und Lebewesen (angefangen bei sich selbst)

Was vermeiden Veganer?

Veganer meiden alle Produkte die aus tierischen Produkten hergestellt sind oder in denen Zusätze tierischer Art enthalten sind wie z.B. Milchpuver, Eiweißpulver, Vollei, Milchzucker, Gelatine etc.

Was isst ein Veganer?

Kohlehydrate aller Art, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse, Sojaprodukte – Getreideprodukte, Wasser, Kaffee, Tee, Ersatzprodukte (Vegane Schokolade, Mayonnaise, Remoulade)

Wo kauft ein Veganer ein?
Ein Veganer kann überall einkaufen. Spezielle Produkte wie z.B. Chiasamen, Mandelmuss, Vegane Schokolade oder auch Agavendicksaft findet man ideal in Reformhäusern, Bioläden und mittlerweile auch schon in Lebensmittelgeschäften wie z.B. Edeka, Tegut und Rewe. Für einen veganer ist das Angebot an frischem Obst und Gemüse sehr wichtig, da dies den Hauptbedarf seiner Zutaten für Mahlzeiten zu 80% abdeckt.

Wie ist das Konsumumfeld für Veganer in Deutschland?

Es verbessert sich seit ca. 2010 stetig. Über 2000 vegane Restaurants gibt es mittlerweile in Deutschland. Hotels (Vegan Welcome, Veggie Hotels) rüsten Ihre Karten und Ihr Angebot auf um auch Veganern gerecht zu werden. Fast jedes Restaurant hat automatisch ein veganes Gericht auf der Karte (Salate, Nudeln mit Pesto, Suppen) oder kann es leicht umwandeln. Etliche Supermarktketten bieten vegane Produkte und Ersatzprodukte an und entwickeln Eigenprodukte. In Biomärkten sind vegane Produkte ausgeschildert und markiert. Vegane Siegel schmücken immer mehr Produkte. Mit der Upyama Green Spots App findet Ihr im übrigen alle veganen Adressen um euch herum.

Gibt es Risiken?

Bei einer nicht ausgewogenen veganen Ernährung kann es zu Mangel an Vitamin B12 und Zink kommen. Ernährt man sich ausgewogen, bieten allerdings alle Lebensmittel genügend Vitamine, Proteine und auch Antioxidantien die unser Körper benötigt.

Bildquelle: @Grecaud Paul / fotolia.com

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