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StartUp Alltag

Top 3 Learnings StartUp

Einen Teil der Fragen die mir in den letzten Monaten gestellt wurden, habe ich hier für euch zusammengetragen. Ihr findet Tipps, Tricks und natürlich das Wichtigste, meine Top Learnings. Denn so toll eine Vision von einem Unternehmen auch ist – am Anfang wirfst du deinen Plan wöchentlich um und musst lernen was du kannst und nicht kannst, und da haben wir vermutlich noch nicht ausgelernt. 🙂

Was waren Deine Top 3 Learnings?

1 Fokussierung!
Habe immer Dein Endziel vor Augen und die Stufen, die Dich dorthin bringen und verzettle Dich auf dem Weg dorthin nicht. Reflektiere Dich selbst und geschaffte Meilensteine, fokussiere Dich auf kommende Schritte und weine nicht kleinen Kieselsteinen und Misserfolgen hinterher.

2 Viele Wege führen nach Rom!
Natürlich kann man selber immer alles am besten. Wenn man aber nicht schnell lernt, Verantwortung abzugeben, hemmt man sich selbst im Wachstum. Also bedenke: viele Wege führen nach Rom, auch wenn es nicht Dein eigener ist. Damit sind sowohl Mitarbeiter als auch außenstehende Dienstleister gemeint.

3 Lass es auch mal raus – scheitern tut gut!
Eine Träne hier, Verzweiflung und ein Wutausbruch sind bei jungen Firmengründern legitim. Was raus muss, muss raus – denn danach hast du wieder Kraft für Neues. Am besten kann ich Euch das an einem praktischen Beispiel erklären – typisches Gründerszenario: Ich denke es war der 3. oder 4. Banktermin bei dem mir sachlich zu verstehen gegeben wurde, dass ich als Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt besser aufgehoben bin. Die Heimfahrt auf der Autobahn glich einem Trauerzug, Sprechen ging nicht mehr und es brach dann eben alles mal aus mir raus. Am Abend Zuhause habe ich meinem Mann zu verstehen gegeben, dass ich jetzt BEWUSST und nur an diesem Tag schmollen werde – mit einer Flasche Wein. Und genau das hat unheimlich gutgetan. Einigeln und auch einfach mal gescheitert sein – allerdings bitte immer ohne Selbstmitleid. Denn ACHTUNG, an dem Tag darauf hatte ich wieder so viel Antrieb und Energie, dass prompt alles klappte. Also JA, es darf auch mal alles raus, wenn Ihr dadurch Kraft schöpfen könnt.

Was ist das Besondere an eurem Startup Upyama – Green Lifestyle?

Ich achte darauf, dass es der wichtigsten Ressource eines Unternehmens gut geht: den Mitarbeitern. Ergonomie, Work-Life-Balance und nachhaltige Entwicklung sind auch bei einem Startup möglich und unabdingbar.
Wir haben von Beginn an soziales Engagement in unserer Philosophie verankert und unterstützen soziale Projekte und Vereine im Bereich unserer Möglichkeit, um ein Stück zurückzugeben.

Hast Du von Anfang an Geld verdient oder gab es auch richtige Durststrecken?

Das Unternehmen wurde im Oktober 2015 gegründet und ist seit März mit der Beta-Version der Website online. Wir befinden uns noch in der Startphase und konnten in den ersten 2 Monaten des aktiven Vertriebs 4-stellige Umsätze verzeichnen. Das diese Umsätze natürlich bei weitem die Investitions-und Werbekosten nicht decken, liegt auf der Hand. Wir planen aber bereits Mitte 2017 profitabel zu sein und liegen derzeit auch im Plan unserer Ziele. Toi, Toi, Toi!

Hast Du Dich sofort Vollzeit selbstständig gemacht?

Nachdem die Idee zu Upyama – Green Lifestyle geboren war, stand das Thema Selbstständigkeit natürlich im Raum. Ich habe glücklicherweise einen sehr flexiblen Ausstiegspunkt bei meinem vorherigen Arbeitgeber wählen können und bin seit Anfang Dezember 2015 in Vollzeit als Geschäftsführung und Allrounder bei der Upyama GmbH tätig. Alles andere wäre in meinen Augen auch dem Projekt nicht gerecht geworden beziehungsweise hätte meinen Arbeitgeber nur geärgert, denn meine Gedanken schweiften ständig um die Projektentwicklung und Umsetzung. Die volle Fokussierung auf das Vorhaben unseres Startups hat die notwendige Effizienz und auch Schnelligkeit gebracht, die man als junges, digitales Unternehmen eben braucht, wenn man sich am Markt etablieren will.

Was ist Dein wichtigster Tipp für Jungunternehmer, die gerade selbst gegründet haben?

Du bist nur so gut wie die 5 engsten Menschen an Deiner Seite und um Dich herum. Umgebe Dich mit Menschen, privat und geschäftlich, die Dich vorwärtsbringen. Positive Gemüter, Enthusiasten, Macher und Ideengeber bereichern, fordern und fördern Deine Persönlichkeit und schleifen loyal an Deiner Idee mit – bis sie ein Brillant ist.

Haben Sie noch Tipps für Gründer?

Für mich war es die wichtigste Erfahrung, dass es einfacher ist, eine Türe offen zu lassen, als sie zuzuschlagen. Oftmals war ich bei Unternehmern und die Gespräche liefen nicht wie geplant. Man geht hinaus und ist enttäuscht, doch oft meldeten sich diese Unternehmen nach einer gewissen Zeit wieder und wir konnten doch noch zusammenarbeiten. Außerdem müssen Gründer ihre Komfortzone verlassen. Egal ob Messen oder Infoveranstaltungen: Nehmt jeden Pitch mit, übt und werdet besser. Damit steigen die Chancen enorm, dass auch Euer Traum wahr wird!

LG Anja

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