zurück zur Übersicht
Allgemein

SnapPap – das Papier in Lederoptik

snappap veganer lederersatz

Papier trifft es nicht mal ganz, denn mit Papier assoziiert man wohl kaum ein Material, dass sich zu allerhand schicken Accessoires umwandeln lässt. SnapPap ist aber, wie der Name verrät, durchaus der Kategorie Papier zuzuordnen. Warum und was es sonst noch alles kann haben wir von Upyama im folgenden Beitrag einmal für dich zusammengetragen.

Was ist SnapPap?

Es wird auch als „vegan leather“ bezeichnet. Sich so zu labeln ist mutig. Spricht man so doch einen ganz bestimmten Kundenkreis an, der sich mit den Herstell- und Verarbeitungsbedingungen wahrscheinlich besser als viele Ottonormal-Bastler auskennt. Hohe Ansprüche also, die es für SnapPap zu befriedigen gilt.

Das Papier besteht aus einer Mischung aus Zellulose und Latex und ist somit nur teilweise biologisch abbaubar. Dafür enthält es aber weder PVC noch BPA. Auch das böse PCP (Pentachlorphenol), das in vielen Ländern in der Lederherstellung UND bspw. für die Imprägnierung von Holz eingesetzt wird, findet sich nicht in SnapPap. Der Hersteller beschreibt sein Produkt deshalb als nicht umwelt- und gesundheitsschädlich. Zudem wird SnapPap, um auch dem Anspruch der Regionalität (Bedenkt man von welch verschiedenen Teilen der Erde das Leder für Schuhe, Taschen, etc. zusammengetragen wird, ist regional hier meiner Ansicht nach durchaus verwendbar.) gerecht zu werden, in Deutschland hergestellt.

Welche Eigenschaften weist SnapPap auf?

Es vereint, laut Snaply, die positiven Eigenschaften von Papier und Stoff. So ist es reißfest, abriebfest und Pilling, die typische Knötchenbildung bspw. bei Baumwollstoff, kann ausgeschlossen werden. Die Festigkeit des Materials ermöglicht auch das Verwenden von SnapPap für Riemen, Schmuckbänder, oder Taschen, da es unter Druck- und Zugkraft weniger nachgibt. Eine genaue Belastungsobergrenze wird vom Hersteller jedoch nicht angegeben. Zudem ist es vielseitig verwendbar, da man es unter anderem in verschiedenen Farben erhalten kann, es seine Optik und Haptik durch maschinelles Waschen verändern und es sich außerdem problemlos einfärben lässt. Derzeit ist das Papier in den Farben weiß, grau, schwarz, einem dunklen und einem hellen braun erhältlich und ist 0,55mm dünn.

Wie lässt es sich verarbeiten?

Das vernähen von SnapPap ist erstaunlich anwenderfreundlich, da es durch seine Festigkeit kaum verrutscht und sich so gut fixieren lässt. Trotz des robusten Daherkommens kann man es aufgrund der geringen Dicke des Papiers leicht unter die Nähnadel führen und auf das Kantenvernähen kann verzichtet werden, da das Papier nicht franst. Es lässt sich zusätzlich noch plotten, verkleben, bedrucken (auch mit Trägerfolie), bestempeln, stanzen, uvm. Beim zuvor angesprochenen maschinellen Waschen, das für eine optische Veränderung sorgt indem es den Lederlook verstärkt und ebenso das Material fürs weitere Vernähen weicher macht, ist zu beachten, dass SnapPap minimal einläuft. Zudem ist es aber bei bis zu 60°C waschbar und trocknergeeignet. Hierbei knittert es laut Hersteller wohl aber sehr, was jedoch kein Problem darstellt, da man das Papier auch im feuchten Zustand mit dem Dampfbügeleisen wieder glatt bekommt. Beim Zuschneiden von SnapPap wird angeraten nicht zur besten Schere zu greifen, da der Papieranteil des Produkts das Werkzeug stumpf machen würde. Ihr seht also, dass es vor allem für die Bastelszene eine schier unerschöpfliche Bandbreite an Möglichkeiten bietet kreativ zu werden.

Was kostet SnapPap und wo erhälst du es?

SnapPap ist in zwei Bogengrößen erhältlich: 50 x 150 cm für 11,90 € und 100 x 150 cm für 19,90 € und als Paket mit allen Farben für 49,90 € in der kleineren Abmessung.

Erwerben lässt es sich derzeit auf www.snaply.de. Zwar findest du es auch auf anderen Marktplätzen wie bspw. auf www.makerist.de, hier jedoch zahlst du für den kleinen Bogen 15,90 €. Auf www.plottermarie.de wird dir SnapPap aber für die fairen 11,90 € angeboten. Diese drei sollen nur einen Auszug darstellen, denn auch bei ebay findet sich das vegane Leder. Von Kaufempfehlungen halte ich mich fern, aber wir von Upyama plädieren ja immer für kurze Lieferwege. Die Entscheidung liegt bei dir!

Was kann mit SnapPap in Zukunft realisierbar sein?

Der Verwendung von SnapPap sind wenige Grenzen gesetzt. Da es sich hervorragend für alle Arten von Applikationen verwenden lässt und auch im Accessoire-Bereich mit seiner Stabilität punkten kann, steht evtl. auch ein industrieller Einsatz des Produkts in nicht allzu weiter Ferne. Außerdem ist es mit anderen Textilien leicht kombinierbar. So wären bspw. Shirts denkbar, die aus einem SnapPap-Modal-Mix bestehen, oder, oder, oder…

Die Idee einer wirklich guten Alternative zu Leder ist nicht neu, aber in SnapPap sehe ich tatsächlich einmal die passende Optik vereint mit einer Vielseitigkeit, die über den Bastelbedarf hinauszugehen scheint. Weiter so!

Schreibe einen Kommentar