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Green Lifestyle

Plastikfrei einkaufen und leben – die unverpackte Revolution in Deutschland!

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Pro Jahr werden etwa 20 Millionen Tonnen Kunststoff produziert, davon gelangen 6 Millionen Tonnen in die Weltmeere. Das führt dazu, dass Tiere dieses Plastik schlucken und daran ersticken können. Außerdem gelangt es so auch in unsere Nahrungskette. Der biologisch nicht abbaubare „Müll“ bildet im Meer jetzt schon einen Müllteppich, so groß wie Mitteleuropa.
Leider sind wir trotzdem jeden Tag mit den gesundheitsschädlichen Weichmachern umgeben. Es befindet sich in unserer Nahrung, im Trinkwasser und in der Luft. Leider auch in Körperpflegeprodukten, Parfums und anderen verschiedenen Gegenständen. Die gefährlichen Weichmacher, enthalten sind sie beispielsweise in Gummiprodukten, Farben, Lacken, Folien und Kabeln, fördern Haut- und Lungenkrebs. Sie verändern das Erbgut und können zu Entwicklungsschäden führen. Beispielsweise der sogenannte Stoff Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoff (PAK) ist ein Bestandteil von Kohle und Erdöl und wird bei Verbrennungen auf natürliche Weise freigesetzt. Sie sind ebenso in Tabakrauch und gegrilltem Fleisch zu finden. Der Stoff lässt sich in fast jedem menschlichem Körper nachweisen.

Was ganz wichtig ist, dass ihr beim Kauf der Produkte im Supermarkt auf bestimmte Aufdrucke wie „BPA free“ achtet. Außerdem solltet ihr den Kunststoff Polycarbonat vermeiden. Ob dieser Kunststoff in Produkten enthalten ist, erkennt ihr an dem „Recyclingcode 07“ oder am Kürzel „PC“ auf dem Produkt. Oft wird er in CDs, DVDs, Brillengläsern aber auch in Campinggeschirr, Beschichtungen von Trinkflaschen und Wasserkochern oder medizinischen Einmalprodukte eingesetzt. Das Problem ist, dass der Stoff wenn er alt wird, viel Bisphenol A (BPA) freisetzt und brüchig wird und so gerade beim Geschirr ins Essen und dann in den Organismus gelangen kann. Außerdem ist es in Thermopapieren nachgewiesen und gelangt so in den Papierkreislauf und über die Haut sofort ins Blut. Das verursacht dann gesundheitliche Schäden wie sexuelle Störungen oder Diabetes. Noch dazu ist an Tierversuchen nachgewiesen worden, dass es sich auch negativ auf die Entwicklung der Geschlechtsorgane und auf das Gehirn auswirkt. Der Austritt von Bisphenol A aus dem Polymeren geschieht beim Aufwaschen mit heißem Wasser bzw. in der Spülmaschine. Deshalb ist es nicht Spülmaschinen geeignet. Säuren und Laugen begünstigen den Austritt und kochendes Wasser beschleunigt die Rate auf das 55- fache. Zu warme Lagerung und größere Wärme bei der Speisezubereitung lässt es ebenfalls austreten. Deswegen ist es wichtig, dass ihr bei Fertiggerichten darauf achtet, diese niemals in der Originalverpackung in die Mikrowelle zu stellen und zu erwärmen.

Ich finde ja es ist gar nicht so schwer den Plastikverbrauch im Alltag einzuschränken! Zuhause könnt ihr anstatt jedes Mal einen neuen Seifenspender zu kaufen, einen benutzen den ihr auffüllen könnt wenn er leer ist. Dasselbe gilt für Cremes, Shampoos und Duschbäder. Wenn ihr im Laden Obst und Gemüse kaufen seid, packt es doch in eine Papiertüte anstatt in die Plastiktüten die euch vor der Nase hängen. Genauso geht das bei Käse und Wurst in einem „verpackungsfreiem Laden“ oder aber beim Fleischer.
Auch Zahnseide muss nicht aus Plastik sein es gibt sie gut erhältlich in einer organischen Variante. Ihr könntet eine Mehrweg- Zahnbürste benutzen an der die Borsten austauschbar sind.
Kennt ihr das, eigentlich wollt ihr euch unterwegs nur schnell einen Kaffee holen. Habt ihr dabei mal darüber nachgedacht, dass es viel weniger Müll prodozieren würde wenn ihr den schon Zuhause fertig machen würdet? Und wenn das zeitlich nicht ganz hinhaut, fragt doch ob sie euch den Kaffee in euren Thermobecher abfüllen. Genauso geht das auch mit Wasser oder Säften. Kauft Glasflaschen und macht etwas für die Umwelt und seit euren Kindern ein Vorbild. Schließlich wollen wir ja, dass sie die Welt auch noch mit ihrer ganzen Schönheit erleben können. Ich versuche zum Beispiel mehr Leitungswasser zu trinken und ab und an mal selbst Saft herzustellen. Der schmeckt dazu viel besser und ich weiß genau was drin ist. 😉

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Der jährliche Plastikmüll in den Weltmeeren nimmt zu.

Was ich auch total cool finde und was perfekt in unsere Küche passt, sind Kochlöffel aus Holz. Pfannenwender und andere Küchengeräte aus Holz können in der Pfanne keine Rückstände hinterlassen. Wenn sie ausgedient haben, benutzt ihr sie als Dekoration! Außerdem benutze ich seit Ewigkeiten Deo ohne Aluminium und achte beim Kauf von Shampoo darauf, dass keine Silikone enthalten sind. BioShampoo zu kaufen wäre natürlich noch besser oder aber ihr nehmt Wasser und Mehl. Ja ihr habt richtig gelesenen. Dazu findet ihr im Internet aber auch nochmal eine genaue Anleitung.
Zusammenfassend zu sagen wäre noch, achtet doch auf die kleinen Dinge im Leben in denen ihr wirklich ganz einfach, etwas ändern könnt an eurem plastikverbrauch. Nehmt Rucksäcke, Papiertüten und Stofftaschen mit zum Einkaufen.

Am aller besten und sinnvollsten ist in der Hinsicht, der Einkauf in Läden, die weder Plastik verkaufen, noch in Plastik verpacken. Das Ganze funktioniert so: Ihr nehmt einige Papiertüten und Glasbehälter von Zuhause mit dort hin und dort wird dann das Leergewicht abgewogen. In dem Laden stehen große Behälter mit Trockenfrüchten, Gewürzen, Ölen, Nudeln und anderen Dingen die es auch in allen andern Supermärkten gibt. Das Einkaufen verleiht einem ein ganz bestimmtes Feeling. Es ist viel persönlicher und man geht mit einem guten Gewissen nach Hause. Solche Läden verleihen den Charme eines kleinen Tante-Emma-Ladens. Die trockenen Lebensmittel füllt ihr euch nach Bedarf in eure Glasbehälter ab. So etwas wie Wurst, Käse, Obst und Gemüse wickelt ihr in Papier ein und bezahlt durch das vorherige Abwiegen nur das was ihr mitnehmt. Wer gerade kurzfristig was besorgen muss und keine Behälter dabei hat, kann diese im Laden erwerben. Dieses Konzept erspart Unmengen an Plastikverpackung und somit an Plastikmüll. Außerdem spart das plastikfreie Einkaufen mehrere Herstellungsprozesse, Zeit und Geld.

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