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Green Lifestyle

Liebeserklärungen an die Nachhaltigkeit

Öko ist sexy …. oder einfach notwendig? Nur ein Trend?
Doch was bedeutet überhaupt „öko(logisch)“? Googlet man den Begriff, erscheinen als erster Eintrag zwei Definitionen, die beide Meinungen der Gesellschaft widerspiegeln, sowohl eine positive Sicht auf ein ökologisches Leben als auch eine negative Sicht, die auch ich als „Öko“ immer wieder im Negativen zu hören bekomme.
1. Eine Person, die sich strikt auf natürliche und gesunde Weise ernährt und großen Wert auf Umweltschutz legt.
2. Abwertend jmd., der sich betont alternativ kleidet.
Viele verbinden es deshalb auch ausschließlich mit einer Ernährung, die sich auf biologisch erzeugte Lebensmittel konzentriert.
Kritische Stimmen kann man aus der zweiten Definition entnehmen. Das „Abwertende“, wenn sich jemand auch um seine Kleidung Gedanken macht und bewusst keine Massenware kauft. Öko hat den Ruf von Rastalocken, Jutekleidung und Kommunen. Das ist eine sehr althergebrachte Ansicht.
Sicher trafen noch vor einigen Jahren diese Definitionen grundsätzlich zu. Doch inzwischen hat sich der Begriff erweitert auf Energieversorgung, Finanzdienstleistungen etc. Eine Begriffserklärung im Duden trifft es demnach schon eher: „drückt in Bildungen mit Substantiven – seltener mit Adjektiven – aus, dass jemand oder etwas in irgendeiner Weise mit Ökologie, mit bewusster Beschäftigung mit der Umwelt, mit Umweltproblemen in Beziehung steht“
Auch meiner Meinung nach ist es eine Lebenseinstellung, die wir in vielen Generationen aus den Augen verloren haben. Wir schulden es nicht nur unseren Kindern und Enkelkindern, ihnen eine Natur zurück zu lassen, die lebenswert ist. Wir schulden es auch uns selbst, unsere eigene Freiheit und Natürlichkeit zurück zu erobern. Weg von der Oberflächlichkeit in die Tiefe zurückfinden, selbst zu entscheiden und nicht medien- oder konzernbeeinflusst, sich selbst ganz unverblümt im Spiegel zu erkennen, weder sich noch sein Umfeld belügen zu müssen. All das ist es, weshalb öko für mich sexy ist.
Ökologisch und bewusst zu leben bedeutet im ersten Schritt, seine Komfortzone zu verlassen und das möchte ich in keinem Punkt kleinreden. Für mich persönlich ist es dennoch weniger das Verlassen einer kuschlig-gewohnten Wohlfühlzone als vielmehr der Wechsel zu einer viel gemütlicheren, weil mit gutem Gewissen gefüllten, Zone. Natürlich schwingt immer der Gedanke mit, dass wir viel nachlässiges Verhalten aus den letzten Jahrzehnten ausbügeln müssen (Überbewirtschaftung von landwirtschaftlich genutzten Flächen, unnötig übermäßiger Konsum aus Gier und Angst, Plastikverpackungen in Hülle und Fülle, Luftverschmutzung durch Kohlekraftwerke etc….) und das hinterlässt ein Gefühl des gezwungen Seins, da es keine Alternative mehr gibt außer unsere Erde zugrunde zu wirtschaften.
Doch ist das alles nur eine Frage des Blickwinkels. Meine Sichtweise ist die, dass wir durch die Verlockung, alles auf allen Wegen, käuflich erwerben zu können, unsere wirklichen Bedürfnisse und unser ursprüngliches Leben aus dem Blick verloren haben. Sich wieder Gedanken über Nachhaltigkeit und das wirklich Sinnvolle zu machen, bringt uns Stück für Stück zu uns selbst zurück. Und Schritt für Schritt stellen wir fest, dass es außerhalb dieser konsumorientierten Komfortzone etwas viel Schöneres gibt: Freiheit.
Es ist so unglaublich befreiend, sich nicht mehr von äußerst wirkungsvollen Marketingstrategien beeinflussen zu lassen, nicht mehr nur an der Oberfläche leben zu müssen, nicht mehr ständig neuen Trends zu folgen, die mit einem selbst herzlich wenig zu tun haben, und sich damit aus vielen gesellschaftlichen Zwängen zu befreien..
Dadurch wird die alte Komfortzone zu einer ausgesessenen Couch, deren Feder in meinen Hintern stechen und ich habe keinerlei Bedürfnis mehr, mich darauf zu setzen, geschweige denn es mir darauf gemütlich zu machen.
Und dennoch oder gerade deshalb frage ich mich immer wieder, weshalb nachhaltig und bewusst zu leben noch immer in der Breite als „öko“ belächelt wird. Woher aus unserer Vergangenheit und Gegenwart kommt diese Ansicht, dass bewusstes Leben so schwer in unserer Gesellschaft umzusetzen ist? Dazu habe ich trotz zahlreicher Recherchen leider noch keine Antwort gefunden.
Worauf ich jedoch eine Antwort habe, ist die schrittweise Umsetzung eines bewussten Lebens im Alltag.

In diesem Blog möchte ich Euch viele kleine und kinderleichte Schritte aufzeigen zu einem nachhaltigeren Leben, ganz ehrlich und offen aus meiner eigenen Sicht als alleinerziehende, berufstätige Mutter.

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