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StartUp Alltag

Die Ressource Mitarbeiter

Was wäre Google ohne sein Team? Was wärst du ohne deins?

Was wäre der lokale Bäcker ohne die Menschen die jeden Tag freundlich lächeln? Was wäre ein Unternehmen ohne sein Personal? Nichts. Die wichtigste Ressource und die ausschlaggebendste ist das eigene Team. Dieses Bewusstsein habe ich sehr früh entwickelt allerdings nicht bei der Leitung eines Teams sondern bei der aktiven Arbeit in einem Team. Wenn ein Team funktioniert ist die Energie die nach Außen getragen wird enorm. Eine positive Stimmung und der Spaß an der Arbeit sind dabei entscheidend dafür, dass Mitarbeiter sich wohlfühlen und das Unternehmen sowie die Visionen vorantreiben. Ein Vertriebsteam das funktioniert kann weit über sich hinauswachsen. Die Arbeit und das persönliche Engagement verschmelzen dann miteinander, wenn das Team passt und die äußeren Umstände. Und wofür ist man als Chef oder Leiter verantwortlich? Genau dafür. In erster Linie stelle ich meinem Team die Grundlagen zum Arbeiten. Das heißt: Technik, Kommunikationsmittel, Kleidung etc. Auch hier kann ich schon überlegen wie ich meinem Team das Leben angenehm gestalte. Bei uns gibt es beispielsweise (und das selbst als StartUp) ergonomische Arbeitsplätze mit Docuglides, kostenlosen Kaffee, Wasser und hin und wieder auch ein Frühstück oder ein Eis zu dem ich einlade. Das drum herum stimmt also. Was muss noch stimmen? Die Stimmung, Begeisterung das offene Arbeiten. Wir sind alle Menschen und ich werde wohl nie den Tag vergessen, an dem mir ein bekannter Unternehmer erzählte, dass Team dachte das Unternehmen sei in Schwierigkeiten, weil er mit schlechter Laune eine Tür zuknallte. Warum? Weil er einen Zettel verlegt hatte. Merke: das Team nimmt sehr wohl deine eigene Stimmung auf. Das schlimme daran, wenn du nicht erklärst warum heute Regenwetterlaune ist, dann macht sich dein Team Gedanken.

Wie handhabe ich das? Ich lasse es mein Team wissen. Wenn ich besorgt bin weiß mein Team warum. Natürlich in einem unbedenklichen Maße – die Informationen die nur dem Team zu schaffen machen könnte, behalte ich an der Stelle natürlich für mich. Diese Transparenz zu schaffen kann aber durchaus die Gewitterwolken verziehen lassen, denn dein Team kann auch denken (auch wenn vielen Unternehmern das schwer fällt zu glauben) und hat vielleicht die Lösung für dich parat. Ein neuer Ansatz kann dabei genauso Anregungen geben wie der Praktikant. Rede also mit dem Team und beziehe es ein, wenn du selbst noch keine Lösungen gefunden hast. Und wenn alle Stricke reißen, dann Nabel dich als Unternehmer ab und befrage doch mal Oma dazu oder einen Bekannten einer anderen Branche. Oftmals sind diese Blickwinkel die wertvollsten. Dein Team wird es dir danken, wenn es nicht alle 3 Wochen denken muss, dass irgendwas gründlich schiefläuft. Womit wir auch beim Thema Loyalität wären. Und das, für mich, höchste Gut eines Mitarbeiters und auch Unternehmers. Anerkennung oder auch das Anvertrauen von Informationen, ein Um-Rat-Fragen schafft die Basis für ein Arbeiten auf Augenhöhe und es schafft die Loyalität die man für schwere Zeiten braucht. Ein Mitarbeiter, der sich nur als Zahnrad im Unternehmen fühlt, wird eine kritische Phase als Argument für einen ‚beruflichen Wechsel‘ nutzen. Ein Mitarbeiter der wertgeschätzt wird findet Lösungen und Wege aus der Krise heraus. Er geht an deiner Seite im Ernstfall und äußert auch seine Bedenken bevor die eine Krise entsteht. Denn Mitarbeiter die nur tuscheln oder sich nicht trauen mit dir zu reden, die brauchst du am Ende nicht. Diese Offenheit und Transparenz muss du aber leben und immer und immer wieder wiederholen.

Der Mitarbeiter ist in Lohn und Gehalt auch nur schwierig aufzuwiegen. Vielmehr braucht eine junge Generation (gerade im IT Bereich) Herausforderungen, Bestätigung, Möglichkeiten der Weiterentwicklung und so vieles mehr. Ein Gehalt oder Lohn ist zwar Mittel zum Zweck, dass was aber den Menschen innerlich glücklich macht ist ein persönliches Wachsen, Anerkennung und eine faire Behandlung. Natürlich gibt es Momente in denen man sich die Frage stellt: Eigentlich bin ich doch Chef und darf hier auch mal alle schlecht behandeln und ausbeuten? Schließlich bezahle ich ja alle und die haben NUR wegen mit Arbeit. Dann frage ich an der Stelle dich: Was ist ein Unternehmen ohne seine Mitarbeiter? Diese veraltete Denkweise und Führungsstile werden in den kommenden Jahren die Ressource Mitarbeiter vergraulen. Und diese Unternehmen auch keinen Nachwuchs finden. Junge, begabte Fach – und Führungskräfte wollen längst nicht mehr unter impulsiven Menschen oder in starren Strukturen arbeiten. Hier kommt wieder das Wirken und Leben der Generation Y ins Spiel. Und nachdem die Arbeitsstrukturen schon längst bei Scrum und KANBAN angelangt sind ist es auch nicht unbedingt verwerflich sich anderen Strukturen entziehen zu wollen, vorausgesetzt in dem Unternehmen ist das möglich. Was kann ich abschließend also sagen? Wenn ihr morgens die Tür zum Büro aufschließt, dann denkt mal nach, was und wo ihr wärt ohne euer Team und ohne einen ständigen Lernprozess mit dem Team. Denn ein Unternehmen hat ohne seine Mitarbeiter keinen Wert. Und ein Fußabdruck kann nur durch Menschen, nicht aber durch Maschinen und Geld hinterlassen werden.

 LG Anja

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