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Ernährung

Das verlieren von Kilos in Form von Speck…

… Verlieren: komisches Wort. Also nicht im eigentlichem Sinne komisch, denn ich verliere oder besser verlege ständig irgendwelche Dinge wie beispielsweise meinen Schlüssel, die Sonnenbrille, Quittungen,… Auf wundersame Weise tauchen diese Dinge immer wieder auf sobald ich aufhöre nach Ihnen zu suchen. Nicht das ich meine Kilos suche, nein nichts liegt mir ferner. Aber die tauchen auch immer wieder auf, wenn ich meine Aufmerksamkeit nur den kleinsten Augenblick von Ihnen abwende. Somit finde ich, ist verlieren ein wirklich komisches Wort dafür, wenn es darum geht sein Körpergewicht zu reduzieren bzw. auf ein gesünderes Leben hinzuarbeiten. Viel mehr sollte es heißen „bewusstes ablegen überschüssiger ungesunder Körpermasse“. Denn ganz ehrlich. Wenn ich etwas verliere bekomme ich das ja meistens gar nicht mit, denn sonst würde ich es schlichtweg nicht verlieren. Jedes Gramm weniger an meinem zugegeben ziemlich üppigen Körper (da würde ich gerne so Einiges mal eben verlieren) ist harte Arbeit und bewusstes auseinander setzen mit mir selbst und ein ziemlich harter Weg, den ich schon seit Ewigkeiten gehe. Eigentlich solange ich denken kann. Ich habe mich seit meiner Jugend von Diät zu Diät gehangelt und nichts hat wirklich viel Erfolg versprochen. Ich habe komische Pulver getrunken bis allein der Geruch derselben einen Würgereiz hervorrief, ich habe versucht mich Schlank zu schlafen, zähle Punkte, habe auf Kohlenhydrate verzichtet, an zwei von sieben Tagen in der Woche gefastet, mir Motivationszettel an den Spiegel geklebt und irgendwelche Fett lösenden Tabletten genommen… Alle diese Varianten von Diäten hatten genau eines gemeinsam. Sie haben mich abnehmen lassen, was zu einem großen Teil daran lag, dass Geld von meinem Konto verschwunden ist. Die manchmal sichtbaren Erfolge waren nie von langer Dauer und es endete meistens mit mindestens ein bis zwei Kilo mehr auf der Waage als vor irgendeiner der besagten Diäten. Ich möchte an dieser Stelle nicht sagen, dass die oben aufgeführten Ernährungskonzepte grundsätzlich schlecht sind oder nicht funktionieren. Nein im Gegenteil, viele von Ihnen sind wissenschaftlich erprobt und ausgetestet und sie funktionieren (zumindest für eine bestimmte Zeit). Aber Sie funktionieren nicht für mich…

Diese Erkenntnis hat mich zu der Frage gebracht was für mich funktionieren könnte. Diese zu beantworten ist gar nicht so schwer wie man denkt. Denn ich weiß ja mittlerweile schon mal eine ganze Menge an Dingen und Gewohnheiten die für mich nicht funktionieren.

Dank der Hilfe meines Trainers im Fitnessstudio hat es dann endlich KLICK gemacht. Der gute K. hat nämlich mein gesamtes geballtes Diätwissen über den Haufen geworfen. Also nicht ganz, denn irgendwie steckt in jeder Diät ein kleines bisschen Routine die ich heute in meinem Alltag wiederfinde. Aber eben ein Stück von vielen Diätvarianten und nicht eine alleine.

Und Apropos Diät. Wenn wir unser Gewicht wirklich nachhaltig reduzieren und halten wollen, dann ist Diät das falsche Wort. Denn Diät bedeutet für mich ich eigne mir für einen bestimmten Zeitraum eine gewisse Ernährungsform an. Wenn ich mein Ziel erreicht habe oder keine Lust mehr auf die Diät habe weil sie zu kompliziert, zu schnöde oder einfach nicht verträglich ist mache ich weiter wie vorher und (TROMMELWIRBEL ÜBERRASCHUNG) die mühsam verlorenen, hier meine ich tatsächlich verlorenen, Kilos kommen wieder und bringen meist noch ein zwei Freunde mit.

Was funktioniert also wirklich? Oder zumindest für mich… Eine Ernährungsumstellung. Ja, das habt ihr jetzt schon tausendmal gehört und es ist doch auch logisch das es nur so geht.

Hinter diesem kleinen Wort Ernährungsumstellung steckt allerdings viel mehr. Im eigentlichen Sinne geht es nämlich darum sich gesund zu ernähren und gewisse Verhaltensmuster und Denkansätze zu erlernen und jetzt kommt es… Wenn die ganze Sache nachhaltig sein soll und ihr nicht irgendwann wieder die Kilos incl. der zusätzlich mitgebrachten Freunde auf euren Hüften tragen wollt, dann müsst ihr euch im Klaren sein, dass ihr diese neuen Erkenntnisse und Gewohnheiten ein Leben lang anwenden werdet. Und der Rest eures Lebens ist hoffentlich noch sehr lang.

Liebe Grüße eure Anne

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