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StartUp Alltag

Blickwinkel ändern StartUp

In seiner Rede an eine Absolventengruppe in den USA appellierte Steve Jobs (Apple Gründer und Visionär) mit einem Gedanken: Welche Entscheidungen würdet Ihr für euer Leben treffen im Angesicht des Todes?

STAY HUNGRY, STAY FOOLISH!

Jeder von uns der mit dieser Rede konfrontiert wurde hat wahrscheinlich blitzartig Entscheidungen privater und beruflicher Natur hinterfragt. Diese zunächst krasse Konfrontation mit dem Thema Tod zeigt uns allerdings, dass wir außerhalb unseres Sicherheitsgefüges oftmals andere Entscheidungen treffen würden, wenn es unser letzter Tag wäre. Wir würden risikobereit an Dinge und Entscheidungen herangehen, würden ein Scheitern sofort in Kauf nehmen und würden uns auf die Herausforderung stürzen. Aber warum? Ganz einfach, tief in uns steckt eine Begeisterung und der Wille zum Leben und der Wille erfolgreich zu sein, den wir oftmals ausblenden. Oder sagen wir nicht ausblenden, den wir unter einem Berg an Bürokratie, Hürden, Risiken verblassen lassen. Aber ist das immer richtig? Genau das spricht Steve Jobs in seiner Rede an. Raus mit euch aus der Komfortzone – denn MACHEN IST BESSER ALS WOLLEN. Viel zu oft höre ich die Worte WENN, HÄTTE, KÖNNTE. Falsch es sollte heißen IST, HAT und KANN.

Den Blickwinkel regelmäßig zu verändern ist wichtig. Für mich ist diese Blickwinkeländerung im StartUp Leben auch Steve Jobs Rede gewesen. Und hin und wieder, wenn ich schwerwiegende Entscheidungen zu treffen habe, gibt es den Verstand und mich als Menschen. Der Verstand wägt Risiken ab und erzeugt instinktiv auch Angst. Ich hingegen, im Angesicht des Todes (nur gedanklich) frage mich was die andere Seite der Medaille ist. Was ist, wenn ich das Risiko eingehe um dann erfolgreich zu sein und etwas bewegen zu können? Was sage ich mir selbst in 10 Jahren, wenn ich es nicht versucht hätte?

Einen Auszug aus der Rede von Steve Jobs, in deutscher Übersetzung:

Als ich 17 war, las ich einen Satz, der etwa so ging: «Wenn man jeden Tag lebt, als wäre es der letzte, wird man irgendwann recht haben. » Das hat mich beeindruckt, und seitdem habe ich jeden Morgen in den Spiegel geschaut und mich gefragt: Wenn heute mein letzter Tag wäre, würde ich dann tun wollen, was ich heute tun werde? Und wenn ich allzu oft mit Nein antwortete, dann wusste ich, dass ich etwas ändern musste.

Die Überlegung, dass ich bald tot sein werde, ist für mich die wichtigste Hilfe bei den wirklich grossen Entscheidungen im Leben. Denn fast alles – anderer Leute Erwartungen, Stolz, Versagensangst – wird im Angesicht des Todes unwichtig, es bleibt nur, was wirklich wichtig ist. Wer bedenkt, dass er sterben wird, fällt nicht der Illusion anheim, er habe etwas zu verlieren. Man ist sowieso nackt. Es gibt keinen Grund, nicht der Stimme des Herzens zu folgen. (Quelle: http://www.ifrick.ch/2011/10/steve-jobs-stanford-rede-als-deutscher-text/)

Wir sollten uns bewusstmachen, dass unser Leben kurz ist und jeder einen Fußabdruck hinterlässt. Also StartUp Gründer und auch als Mensch kann ich nur immer wieder sagen, dass diese Entscheidung mein Leben so sehr bereichert wie nichts vorher. Die Höhen und Tiefen und die ständigen Lernprozesse haben mich als Mensch so geprägt wie kein Job es hätte tun können. Jeden Morgen aufzustehen und zu sagen: JA, genau das würde ich an meinem letzten Tag machen, zeigt mir, dass mein Herz zu 100% in dieser Sache steckt und das fühlt sich wahnsinnig gut an. Also, worauf wartet Ihr? Im Angesicht des Todes (wenn auch nur fiktiv) trifft man Entscheidungen des Herzens und nicht des Verstandes.

Trefft Entscheidungen für eurer Leben, im Angesicht des Todes, denn dieser kommt unausweichlich. Ändert den Blickwinkel und seid Risikobereit.

Denn MACHEN ist immer besser als WOLLEN! Sagt euch nicht irgendwann ihr HÄTTET es gekonnt. Sagt euch, ihr HABT es GETAN!

LG Anja

Bildquelle: Fotolia © lassedesignen

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